Gérard Dépardieu: Es hat sich so ergeben

Spontan und ehrlich

Gérard Dépardieu erlaubt unverhüllte Einblicke in sein Leben in seinem aktuellen autobiographischen Werk. Der Titel „Es hat sich so ergeben“ wirkt genauso spontan, wie seine Art, wie man ihn von der Leinwand beziehungsweise vom TV-Bildschirm kennt. Das unterstreicht sein Credo: „Wenn du auf der Bühne so locker bist wie im Alltag, vertrauen dir die Leute, was auch geschehen mag, was du auch tun wirst.“


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Der Grundton des Buches ist sehr ehrlich. Es ist teils unglaublich, durch welche Hindernisse der Schauspieler sich durchkämpfen musste, bis er sich in der Berufswelt schließlich durchsetzte und Weltruhm erlangte. Nicht minder interessant sind die Umstände, mit welcher – oft kriminellen – Kraft er sich um seine Rollen bewarb. Insgeheim hofft man, dass die weiteren Verbrechen, die der Künstler in den kurzen Kapiteln preisgibt, mittlerweile verjährt sind, sonst könnte ihm ja diese Veröffentlichung ein saftiges Strafverfahren einbringen.

Sein Stil: Klare Worte. Ein ausdrucksstarker Mensch berichtet in kurzen Sätzen, die anfangs gewöhnungsbedürftig sind. Mit der Zeit nimmt jedoch ihre schockierende Wirkung ab. Umso schöner beschreibt Dépardieu seine mitreißende Liebe zum Theater und zur Literatur, zu der er auf einem abenteuerlichen Weg kam.

Insgesamt ist „Es hat sich so ergeben“ eine klug formulierte Selbstdarstellung mit vielen Details aus dem Leben einer beeindruckenden Persönlichkeit. Kurz und bündig – und faszinierend.

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